Jochen Stay | 1 Sep 2011 07:15
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Castor-Strahlen-Debatte: Polizei sollte sich weigern

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Gorleben, 1. September 2011

Castor-Strahlen-Debatte: Polizei sollte sich weigern

Streit um Grenzwerte und Castor-Transport macht Atommüll-Dilemma deutlich

Zur Debatte um erhöhte Strahlenwerte am Atommüll-Zwischenlager Gorleben
erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Behörden stecken wie so oft beim Thema Atommüll in einem Dilemma:
Die niedersächsische Landesregierung behauptet, dass der für November
geplante Castor-Transport von La Hague aus vertraglichen Gründen nicht
abgesagt werden kann. Die Aufnahme in eine Zwischenlager-Halle an einem
Atomkraftwerk ist nicht machbar, weil es dazu ein Genehmigungsverfahren
braucht, das nicht in wenigen Monaten abzuschließen ist. Und ob die
Grenzwerte am Zaun der Gorlebener Castor-Halle wirklich einzuhalten
sind, wenn weitere stark strahlende Behälter eingelagert werden, ist
mehr als unwahrscheinlich.

Wie absurd die Materie im Detail ist, zeigt die Tatsache, dass die
unterschiedlichen Messwerte von Behörden und Betreibern daher kommen,
dass die einen direkt am Zaun unter freiem Himmel, die anderen aber in
einem abgeschirmten Häuschen messen.

Am Ende wird diese Affäre wenn nicht doch noch zur Absage des
Castor-Transports auf jeden Fall zu einem Ergebnis führen: Deutlich mehr
Menschen werden sich, sollte die strahlende Fracht trotz aller Bedenken
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Jochen Stay | 9 Sep 2011 09:59
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Sechs Monate Fukushima

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 9. September 2011

Seit sechs Monaten Reaktorkatastrophe in Fukushima

Atomkraftgegner kritisieren halbherzige Ausstiegspolitik der Bundesregierung

Anlässlich der am 11.9. seit einem halben Jahr andauernden
Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima  erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Die Reaktorkatastrophe von Fukushima ist nicht Vergangenheit, sondern
Gegenwart. Sie dauert jetzt seit einem halben Jahr an und ein Ende ist
nicht abzusehen. Tagtäglich werden weiter radioaktive Stoffe freigesetzt
und die Belastung der Umgebung nimmt weiter zu.

Die Konsequenzen, die in Deutschland aus den Ereignissen in Japan
gezogen wurden, sind nicht ausreichend. Der von der Bundeskanzlerin im
März angekündigte schnellstmögliche Ausstieg ist nur zur Hälfte
umgesetzt worden. Neun gefährliche Reaktoren laufen weiter, die meisten
davon noch mehr als zehn Jahre – darunter die beiden Meiler vom
Fukushima-Typ in Gundremmingen, Kraftwerke in Erdbebengebieten wie
Philippsburg 2 und Neckarwestheim 2 und von Hochwasser bedrohte AKW wie
Brokdorf an der Unterelbe. Laut Reaktorsicherheitskommission ist kein
Atomkraftwerk gegen den Absturz eines großen Verkehrsflugzeugs
gesichert. Fukushima kann sich jeden Tag hierzulande wiederholen.

Wir Atomkraftgegner werden weiter dafür streiten, dass die zweite Hälfte
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Jochen Stay | 16 Sep 2011 09:45
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McAllisters Rückholbarkeits-Vorschlag hat Tücken

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 15. September 2011

McAllisters Rückholbarkeits-Vorschlag hat Tücken

Langfristige Sicherheit muss vorrangiges Kriterium jeder
Atommüll-Lagerung sein

Zur aktuellen Debatte um die Endlager-Suche erklärt Jochen Stay,
Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wenn nun aufgrund des Vorstoßes David McAllisters über die Frage der
Rückholbarkeit von Atommüll nachgedacht wird, ist es aus unserer Sicht
notwendig, genau zu unterscheiden, wovon eigentlich gesprochen wird.

Wesentlich ist für uns, dass der Atommüll, ob rückholbar oder nicht, an
einem Ort gelagert wird, der für eine Million Jahre sicher ist – denn so
lange geht von den strahlenden Abfällen eine Gefahr aus. Die Idee der
Rückholbarkeit basiert ja auf der Hoffnung, dass unsere Nachkommen
irgendwann eine Technik entwickeln, den gefährlichen Müll unschädlich zu
machen. Der Lagerplatz muss aber so gewählt sein, dass er auch sicher
ist, wenn diese Technik nicht gefunden wird und der Atommüll auf Dauer
dort lagert.

Deshalb ist jede oberirdische oder oberflächennahe Lagervariante – wie
McAllister sie in seinem Brief an Röttgen auch in Erwägung zieht – keine
Lösung des Problems. Denn solche Konzepte taugen – wenn überhaupt – nur
für kurze Zeiträume. Castor-Behälter sind beispielsweise nur für wenige
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Jochen Stay | 18 Sep 2011 12:47
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Siemens sollte auch aus konventionellem Atomgeschäft aussteigen

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 18. September 2011

"Siemens sollte jetzt auch aus konventionellem Atomgeschäft aussteigen"

Atomkraftgegner begrüßen den Rückzug von Siemens aus der Atomtechnik

Zum Rückzug des Siemens-Konzerns aus der Atomtechnik erklärt Jochen
Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Wir begrüßen es sehr, dass Siemens künftig keine Atomtechnik mehr
herstellen will. Allerdings ist es dann inkonsequent, wenn der Konzern
weiterhin Turbinen und Generatoren für Atomkraftwerke liefern will. Wir
fordern Siemens auf, vollständig auf das Geschäft mit AKWs zu
verzichten, denn am Ende macht es keinen Unterschied, ob das Unternehmen
am nuklearen oder konventionellen Teil eines Reaktors beteiligt ist.

Die Anti-Atom-Bewegung hat in den letzten 20 Jahren immer wieder Druck
auf das Unternehmen ausgeübt, nicht länger auf Atomenergie zu setzen. So
gab es beispielsweise über viele Jahre eine Siemens-Boykott-Kampagne.
Dass Siemens jetzt einen Schritt Richtung Energiewende macht, ist also
nicht zuletzt der Verdienst von unzähligen Atomkraftgegnerinnen und
Atomkraftgegnern, die beharrlich dafür gestritten haben.“

Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
http://www.ausgestrahlt.de

.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation, die
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Jochen Stay | 19 Sep 2011 11:46
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Anti-Atombündnis: Japans Bevölkerung vor atomaren Gefahren schützen

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 19. September 2011

Bündnis solidarisiert sich mit heutiger Großdemonstration in Tokio

Fukushima mahnt: Bevölkerung vor atomaren Gefahren schützen

Ein Bündnis von Anti-Atom-Initiativen unterstützt die Forderung der
Demonstranten heute in Tokio nach einem Ende der zivilen Nutzung der
Atomenergie in Japan. Sechs Monate nach dem Atom-Gau verweigert die
japanische Regierung den Menschen im Unglücksgebiet von Fukushima immer
noch dringend benötigte Hilfe. Bis heute existiert kein staatliches
Evakuierungsprogramm für Japanerinnen und Japaner, die weiter als 20
Kilometer vom havarierten Reaktor entfernt leben.

Dabei werden in weiter von Fukushima-Daiichi entfernten Gebieten
sogenannte "Hot Spots" entdeckt. Das sind Gebiete, in denen die
radioaktive Strahlung besonders hoch ist. Auch noch bis zu 60 Kilometer
vom Katastrophenreaktor entfernt wurden Messungen der unabhängigen
japanischen Organisation "Citizens Radioactivity Measuring Station"
zufolge auf einem Kinderspielplatz mehr als 60 Mikrosievert pro Stunde
festgestellt. Normal wären weniger als 0,1 Mikrosievert pro Stunde.

Der wissenschaftliche Berater der japanischen Präfektur Fukushima Prof.
Shunichi Yamashita, behauptet, bis zu einer Strahlendosis von 100
Millisievert pro Jahr bestehe für die Menschen keine Gesundheitsgefahr.
Letzte Woche war er Hauptredner auf dem internationalen
Expertensymposiums zu "Radioaktivität und Gesundheitsrisiken" der Nippon
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Jochen Stay | 20 Sep 2011 14:32
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Die Mär von der Abhängigkeit vom ausländischen Atomstrom ist widerlegt.

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 20. September 2011

Die Mär von der Abhängigkeit vom ausländischen Atomstrom ist widerlegt

Deutschland ist weiterhin Stromexporteur

Zu der Feststellung des statistischen Bundesamtes, dass Deutschland
immer noch 17 Prozent mehr Strom exportiert als importiert, erklärt
Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:

„Als kürzlich der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW)
meldete, dass die Stromimporte aus Tschechien im ersten Halbjahr um 673
Prozent gestiegen seien, sorgte das für Schlagzeilen und etliche
Kommentatoren kritisierten, dass nach der Stilllegung von
Atomkraftwerken in Deutschland nun tschechischer Atomstrom die Lücken
füllen müsse. Einige Tage später musste der BDEW kleinlaut eingestehen,
dass er sich verrechnet hatte und es nur eine Steigerung von 15,7
Prozent gibt. Dieses Dementi war dann aber fast nirgends nachzulesen.

Nun legt das Statistische Bundesamt nach und zeigt, dass Deutschland
immer noch deutlich mehr Strom ins Ausland liefert, als von dort
eingeführt wird. Die Mär von der Abhängigkeit vom ausländischen
Atomstrom ist widerlegt.

Zwar wird aus Tschechien und Frankreich mehr Strom in die Bundesrepublik
eingeführt, als diesen Ländern geliefert wird. Aber auch dafür gibt es
Gründe, die nicht ins Wunschbild der Atomkraftfreunde passen: So ist ein
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Jochen Stay | 27 Sep 2011 14:01
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Gorleben: PTB betreibt Zahlenakrobatik

.ausgestrahlt – Gemeinsam gegen Atomenergie
Pressemitteilung

Hamburg, 27. September 2011

PTB betreibt Zahlenakrobatik

Nicht Messwerte in Gorleben sind niedriger, sondern es wurde einfach
anders gerechnet.

Zu der Diskussion um die Strahlenwerte am Atommüll-Zwischenlager in
Gorleben erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation
.ausgestrahlt:

„Überall ist zu lesen, die neuen Messungen der PTB hätten geringere
Strahlenwerte ergeben. Wesentlich für die veröffentlichten geringeren
Zahlen sind aber nicht die Mess-Ergebnisse, sondern dass die PTB einfach
einen höheren Schätzwert für die natürliche Strahlenbelastung von ihrem
Messwert abgezogen hat.

Alle Messungen am Zaun von Gorleben liegen weit über dem zugelassenen
Jahresgrenzwert von 0,3 mSv. Uneinigkeit gibt es zwischen den
verschiedenen messenden Institutionen darüber, wie viel von den
Messwerten abgezogen werden muss, um die natürliche Strahlenbelastung
herauszurechen.

Letztlich wird hier Zahlenakrobatik betrieben – mit dem Ziel, den
Castor-Transport im November zu ermöglichen.“

Rückfragen an Jochen Stay, Tel. 0170-9358759
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Gmane