Alexander Wagner | 1 Aug 2008 08:00
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Re: About arXiv.org

Lambert Heller schrieb:

Moin!

> Alexander Wagner hatte arXiv als Beispiel für ein
> erfolgreiches Repository angeführt.

Ja.

> Dabei betonte er, daß es sich nicht um ein
> institutionelles, sondern ein fachliches Repository
> handelt,

Ja.

> und es aus der Zeit vor "Web2 oder sonst ein
> Schnickschnack" komme.

No offense!

Da regte ich lediglich an, die Frage von der richtigen Seite
her zu formulieren, und die ist IMHO(!) nicht "braucht die
Welt Web2" (was irgendwie immer Bibliothekare diskutieren)
sondern "was braucht der Nutzer".\footnote{1} In unserer
Branche ist fuer micht letzteres das einzig Entscheidende,
wir machen das ja nicht zum Selbstzweck.

In dem Zusammenhang gab ich zu bedenken, dass das wohl
derzeit erfolgreichste Repositorium keine Web2-Anwendung
ist. Das steht explizit in dem Kontext, zu schauen, was
(Continue reading)

Eric Steinhauer | 1 Aug 2008 09:41

Politik und Web 2.0

Liebe Liste,

interessanter Artikel auf heute.de zu nichtbloggenden Politikern:

http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/31/0,3672,7273599,00.html

Andererseits: Das Projekt Bibliotheksgesetz war von Anfang an eine Web2.0-Sache.
Entsprechende Inhalte wurden von der Politik definitiv wahrgenommen und hatten einen Effekt.

Eric Steinhauer

Hauschke, Christian | 1 Aug 2008 09:59
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Re: About arXiv.org

Moin!

> In dem Zusammenhang gab ich zu bedenken, dass das wohl
> derzeit erfolgreichste Repositorium keine Web2-Anwendung
> ist. 

Nicht?

Zitat von der Arxiv-Seite:
# RSS feeds are now available for individual archives and categories.
# arXiv supports Trackbacks -- view recent trackbacks.

Dann noch: 
<http://export.arxiv.org/api_help/>

Das ist nur die technische Seite. Dazu dann noch die prinzipielle Offenheit zu allen Seiten; der Ansatz,
möglichst niedrige Nutzungshürden zu schaffen... Man könnte es Web 2.0 nennen. Es ist nur ein
Schlagwort, aber wenn man es benutzen möchte: Hier ist es angebracht.

Siehe auch: "Web 2.0 and repositories" von Andy Powell. Auf der 20. Folie fragt er u.a.: "arXiv - the first
Web 2.0 service?"
<http://www.slideshare.net/eduservfoundation/repositories-and-web-20-have-we-got-our-repository-architecture-right>

> Das steht explizit in dem Kontext, zu schauen, was
> gebraucht wird und nicht was cool ist. Meine beschraenkte
> Erfahrung sagt schlicht: cool wird selten gebraucht und noch
> seltener genutzt. (Immer von ein paar Freaks abgesehen.)

Ein völlig falscher Ansatz. Cool wird gebraucht, und zwar von den Freaks. Die wiederum als Pioniere und
Multiplikatoren in der Lage sind, eher langsam voranschreitende Kollegen mitzureißen. Wenn wir die
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Till Kinstler | 1 Aug 2008 10:40
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Re: About arXiv.org

Hauschke, Christian schrieb:

> Das ist nur die technische Seite. Dazu dann noch die prinzipielle Offenheit zu allen Seiten;

War das nicht immer schon "Internet"?!? Offenheit? Das Usenet gabs schon 
lange vor HTTP. Die ersten Websites kamen nicht von Microsoft, nicht von 
  der Medienindustrie und auch nicht von der Regierung oder Unigremien. 
Offene Standards (RFCs), offene Schnittstellen, Protokolle und deren 
freie Implementierungen, niedrige (zumindest technische) Zugangshürden 
waren immer schon Grundlage des Internets.
Dann kam in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre die "Industrie" und 
machte sich im Web breit, teilweise mit traditionellen Ansätzen (man 
erinnere sich an Grundsatzdiskussionen zum Thema "Push" und "Pull" von 
damals) und vielleicht manchem Missverständnis, um es zu verkaufen. 
Wohin das führte, ist bekannt. Mittlerweile hat die "Industrie" 
entdeckt, wie das Internet schon immer funktionierte und bietet das 
wiederum unter dem Label "Web 2.0" an. Das ist aber doch alles nix 
neues. Es ist auch keine Rückeroberung des Netzes.

> Ein völlig falscher Ansatz. Cool wird gebraucht, und zwar von den Freaks. Die wiederum als Pioniere und
Multiplikatoren in der Lage sind, eher langsam voranschreitende Kollegen mitzureißen. Wenn wir die
Freaks nicht gewinnen können, suchen sie sich eigene Lösungen und überzeugen ihre Kollegen dann von denen.

Wozu jemanden "mitreißen"? "2.0" als Selbstzweck?
Überzeugen sollte man mit Argumenten (es sei denn, man will unbedingt 
überflüssigen Schnickschnack zu überhöhten Preisen verkaufen, aber 
wollen wir das?). Wenn man nun endlich mal darüber diskutieren würde, 
dass "Web 2.0-Gedöns" eben nicht nur "cool" ist, sondern einen erklär- 
und begründbaren Nutzen haben kann, könnte man sich sachlich damit 
auseinandersetzen und vielleicht zu guten Lösungen kommen. Diese Ebene 
(Continue reading)

Karl Dietz | 1 Aug 2008 10:59
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Re: About arXiv.org. CERN.

Karl Dietz schrieb:
> Alexander Wagner schrieb:
>>
>> Jedenfalls hat z.B. arXiv scheinbar kein Problem damit z.B.
>> das Repository der Hochenergie- oder Festkoerperphysiker,
>> Mathematiker oder Astonomen zu fuellen.  (S.a.
>> http://arxiv.org/help/arxiv_identifier).
> 
> Danke für diesen Hinweis! ... Hier noch weitere Infos:
> 
> "
> 
> General Information About arXiv
> 
> Started in August 1991, arXiv.org is a highly-automated electronic 
> archive and distribution server for research articles. Covered areas 
> include physics, mathematics, computer science, nonlinear sciences, 
> quantitative biology and statistics. arXiv is maintained and operated by 
> the Cornell University Library with guidance from the arXiv Advisory 
> Board and the help of numerous subject moderators.
> 
> 
> "
> 
> .
> 
> Und da oben die Hochenergiephysik angesprochen wird, nutze ich die 
> Gelegenheit um hier in inetbib auf eine geplantes Experiment des CERN 
> hinzuweisen, das nicht nur die Langzeitarchivierung betreffen würde, um 
> es mal salopp zu sagen. Stichworte: mini black hole, seltsame materie...
(Continue reading)

Nina Frank | 1 Aug 2008 11:42
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Neu im Bibliotheksportal: "Bibliothekswert-Rechner"


Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

eigentlich ist der Wert einer Bibliothek ja unschätzbar.

Trotzdem ist die Idee reizvoll, den Nutzen eines Bibliotheksbesuchs ganz
konkret und schnell anschaulich zu machen. US-amerikanische Bibliotheken
haben dafür eine interessante Möglichkeit entwickelt: den
Bibliothekswert-Rechner. Er berechnet einen - natürlich nur materiellen -
Wert für die Bibliotheksleistungen, die eine Nutzerin oder ein Nutzer beim
letzten Bibliotheksbesuch in Anspruch genommen hat.

Allzu betriebswirtschaftlich-ernst sollte man diese Methode sicher nicht
nehmen - aber vielleicht kann sie auch für manch hiesige Bibliothek ein
ansprechender und "interaktiver" Teil ihrer Öffentlichkeitsarbeit werden.

Der Bibliotheksrechner ist daher nun, angepasst an die Gegebenheiten in
Deutschland, auch für deutsche Bibliotheken und ihre Leser/innen nutzbar. In
spielerischer Form können diese einen Eindruck davon gewinnen, welchen Wert
die ganz alltägliche Nutzung ihrer Bibliothek für sie erzeugt.

Den Rechner können interessierte Bibliotheken gern in ihre eigene Webseite
einfügen.
Wir freuen uns auch über Ihr Feedback zum "Bibliotheksrechner". Zu finden
ist er unter:
http://www.bibliotheksportal.de/hauptmenue/service/kalkulator/

Mit freundlichen Grüßen,

Nina Frank
(Continue reading)

Hauschke, Christian | 1 Aug 2008 12:18
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Re: About arXiv.org

Kinstler, Till schrieb:
> Mittlerweile hat die "Industrie"
> entdeckt, wie das Internet schon immer funktionierte und bietet das
> wiederum unter dem Label "Web 2.0" an. Das ist aber doch alles nix
> neues. Es ist auch keine Rückeroberung des Netzes.

Nein, es ist nichts Neues, und es ist definitiv auch ein Buzzword. Aber haben Sie einen besseren Begriff
für diese Entwicklung? Denn es ist definitiv neu, was da passiert. Die technischen Möglichkeiten mag
es schon lange geben. Aber dass sie dem gemeinen Nichtprogrammierer zugänglich und auch tatsächlich
genutzt werden, ist neu.

Es hängt wohl niemand an der Bezeichnung "Web 2.0". In Ermangelung eines besseren kann man ihn in der
Praxis ganz gut verwenden.

> > Ein völlig falscher Ansatz. Cool wird gebraucht, und zwar von den
> Freaks. Die wiederum als Pioniere und Multiplikatoren in der Lage sind,
> eher langsam voranschreitende Kollegen mitzureißen. Wenn wir die Freaks
> nicht gewinnen können, suchen sie sich eigene Lösungen und überzeugen
> ihre Kollegen dann von denen.
> 
> Wozu jemanden "mitreißen"? "2.0" als Selbstzweck?

Genau darum geht es nicht, das Gegenteil ist der Fall. Es geht darum, Pioniere (a.k.a. early adoptors) zum
Beispiel von der Nutzung von Dokumentenservern zu überzeugen. Und das geht momentan am einfachsten
über die Einbindung in das, was man landläufig "Web 2.0" nennt. Also "2.0" als Mittel zum Zweck.

Schöne Grüße,
Christian Hauschke

--
(Continue reading)

Joachim Eberhardt | 1 Aug 2008 12:39
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Re: About arXiv.org. CERN.

Herr Dietz bringt immer diese interessanten Zitate ... Also im Web 2.0 
Zusammenhang ging's ihm da ja sicher um Community & Cooperation.

Karl Dietz schrieb, Am 01.08.2008 10:59:
> ZUR METHODENFRAGE
> 
> »Heute« beklagte sich Herr K., »gibt es Unzählige, die sich öffentlich 
> rühmen, ganz allein große Bücher verfassen zu können, und dies wird 
> allgemein gebilligt. Der chinesische Philosoph Dschuang Dsi verfaßte 
> noch im Mannesalter ein Buch von hunderttausend Wörtern, das zu neun 
> Zehnteln aus Zitaten bestand. Solche Bücher können bei uns nicht mehr 
> geschrieben werden, da der Geist fehlt. Infolgedessen werden Gedanken 
> nur in eigener Werkststatt hergestellt, indem sich der faul vorkommt, 
> der nicht genug davon fertig bringt. Freilich gibt es auch dann keinen 
> Gedanken, der übernommen werden könnte. Wie wenig brauchen diese alle zu 
> ihrer Tätigkeit! Ein Federhalter und etwas Papier ist das einzige, was 
> sie vorzeigen können! Und ohne jede Hilfe, nur mit dem kümmerlichen 
> Material, das ein einzelner auf seinen Armen herbeischaffen kann, 
> errichten sie ihre Hütten! Größere Gebäude kennen sie nicht als solche, 
> die ein einziger zu bauen imstande ist.«
> 
> Bert Brecht, Geschichten vom Herrn Keuner, in: Gesammelte Werke, Band 
> 12, Frankfurt / Main 1967, Seite 379 f

Hhm. Brecht, der bekennende Kommunist und DDR-Bürger. Was mag er damit 
gemeint haben? Vermutlich die nachgerade scholastische MEGA-Zitiererei 
der kommunistischen Wissenschaft, gleich in welchem Fach: ist doch a) 
das Gegenteil von Offenheit, b) das Gegenteil von Fortschritt.

Und das andere Zitat?
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Lambert Heller | 1 Aug 2008 12:53
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Re: About arXiv.org

Lieber Till,
liebe Liste,

Am 1. August 2008 10:40 schrieb Till Kinstler <kinstler@...>:
> Mittlerweile hat die "Industrie" entdeckt, wie das Internet
> schon immer funktionierte und bietet das wiederum unter dem Label "Web 2.0"
> an. Das ist aber doch alles nix neues. Es ist auch keine Rückeroberung des
> Netzes.

Hierzu ein konkretes Beispiel.

Ward Cunningham richtet 1995 eine Website an, die von jedem Benutzer
bearbeitet werden kann, und nennt das Konzept "WikiWiki". Ist
Cunningham "die Industrie"? Nein. Setzt seine Wiki-Idee die Offenheit
des Internets, die Du ja zurecht hervorhebst und lobst, voraus? Ja,
durch und durch. Sind deshalb das Internet und spätere Entwicklungen
im Web, wie beispielsweise Wikis, das GLEICHE? Gibt es also, wie Du
schreibst, "nix neues", sondern nur ein "Label", unter dem "die
Industrie" bereits vorhandenes anpreist? Nein.

Du kannst die Entwicklungen innerhalb der Internet-Ära nicht einfach
durchstreichen und behaupten, das sei im wesentlichen ein großer Hype.
Auch Dein anti-kommerzieller Impuls gefällt mir nicht. Ja, Google ist
ein kapitalistisches Unternehmen, das - wie alle kapitalistischen
Unternehmen - nicht das Wohl der Menschheit bezweckt. Und ja, Google
hat dem Internet einen großartigen weiteren Gebrauchswert hinzugefügt.
Wenn uns daran liegt, daß die konzeptionelle Offenheit des Internets
und dessen Potentiale von unserem Berufsstand zur Kenntnis genommen
werden, sollten wir damit aufhören, antikommerzielle Vorurteile zu
bedienen. Die Entwicklung im Web wird eben auch von kommerziellen
(Continue reading)

Rolf Busch | 1 Aug 2008 13:05
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BIBLIOTHEKS-MANAGEMENT in Berlin beginnt neu

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen,
liebe Kollegen,

am 27. Oktober 2008 beginnt ein neuer Durchgang des Weiterbildungsprogramms
BIBLIOTHEKS-MANAGEMENT, veranstaltet vom Weiterbildungszentrum der Freien
Universität Berlin in Zusammenarbeit mit der Humboldt-Universität zu Berlin
und der Fachhochschule Potsdam.
Zum Dozententeam gehören u.a. Prof. Hans-Christoph Hobohm, Prof. Konrad
Umlauf (Konzeption) sowie Prof. Gabriele Beger, Prof. Stefan Büttner, Prof.
Ursula Georgy, Mario Kowalak, Kristina Lippold, Barbara Lison, Pascale
Meyer, Prof. Ulrich Naumann, Birgit Stumm, Ulla Wimmer, außerdem als
Experten Monika Diecks, Olaf Eigenbrodt M.A., Dr. Helmut Müller, Gerd Paul
und Stefan Rogge.

Sie finden das Programm auf der Homepage des FU-Weiterbildungszentrums
unter:

<http://www.fu-berlin.de/weiterbildung/weiterbildungsprogramm/pdf/bib_pdf/BM
-web.pdf> 

Die Programmbroschüre kann außerdem im Weiterbildungszentrum der FU Berlin
angefordert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Busch

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Dr. Rolf Busch
Freie Universität Berlin, Weiterbildungszentrum
(Continue reading)


Gmane