Ulrike Zeh | 2 May 09:07 2005
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Kreditkarte

Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,

wir stellen bei der Dokumentbeschaffung fest, dass man immer mehr 
Aufsätze aus dem Internet schnell und unkompliziert dowloaden könnte, 
wäre man in Besitz einer Kreditkarte und könnte am 
pay-per-view-Verfahren teilnehmen. Wir bemühen uns jetzt seit über einem 
Jahr vergeblich, unsere Verwaltung von der Notwendigkeit einer 
Kreditkarte zu überzeugen. Daher suche ich jetzt nach einer Art 
"Referenzbibliothek". Welche Bibliothek benutzt in der Erwerbung oder 
zur Aufsatzbeschaffung im Auskunftsdienst oder in der Fernleihe bereits 
eine Kreditkarte? Wie ist dieser Einsatz verwaltungstechnisch geregelt? 
Ich bin über jeden Erfahrungsbericht mehr als dankbar.

Mit freundlichem Gruß aus Berlin,
Ulrike Zeh

__________________

Deutscher Bundestag
Bibliothek
- Bereich Benutzung und Information –
Nordallee/Schiffbauerdamm
11011 Berlin
Tel.: +49-30-227 3 26 26
Fax.: +49-30-227 3 64 52

Romana Blechschmidt | 2 May 10:08 2005
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Re: Kreditkarte

Liebe Frau Zeh,
wir duerfen seit ca. einem Jahr eine Kreditkarte benutzen. Auch ich hatte
zuvor eine Anfrage an INETBIB gestellt, um herauszufinden, welche anderen
Bibliotheken bereits eine benutzen. Wir hatten das Glueck, dass unser
Institut einen neuen, modernen Zeiten gegenueber aufgeschlossenen
Haushaltschef bekommen hat. Der wollte unbedingt selbst die Zahlung per
Kreditkarte einfuehren, und war fuer die Anmeldung des begruendeten Bedarfs
der Bibliothek sogar sehr dankbar. Ausser der Einkaufsabteilung darf bei uns
nur die Bibliothek die Kreditkarte nutzen, bei Internetbestellungen nur
ueber eine sichere Verbindung (https). Die ist aber bei allen von uns
genutzten Dokumentlieferern ueblich.

Viele Gruesse und viel Erfolg fuer Ihre Bemuehungen

Romana BLECHSCHMIDT
Head of Department Information and Publishing
French-German Research Institute of Saint-Louis (ISL)
5, rue du General Cassagnou
F-68301 SAINT-LOUIS

Phone: (+33) 3 89 69 51 29
Fax: (+33) 3 89 69 53 35

> Liebe Kolleginnen, Liebe Kollegen,
> 
> wir stellen bei der Dokumentbeschaffung fest, dass man immer mehr 
> Aufsätze aus dem Internet schnell und unkompliziert dowloaden könnte, 
> wäre man in Besitz einer Kreditkarte und könnte am 
> pay-per-view-Verfahren teilnehmen. Wir bemühen uns jetzt seit über einem 
> Jahr vergeblich, unsere Verwaltung von der Notwendigkeit einer 
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Sabine Thänert | 2 May 13:59 2005
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Stellenausschreibung RGK Frankfurt/M.

Liebe Kolleginnen und Kollegen,



ich möchte auf folgende Stellenausschreibung aufmerksam machen.

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Thänert


Bei der Römisch-Germanischen Kommission (RGK) in Frankfurt am Main des Deutschen Archäologischen Instituts (Bundesanstalt im Geschäftsbereich des Auswärtigen Amts) ist

                        zum 1. Juni 2005

die Stelle einer Diplom-Bibliothekarin/eines Diplom-Bibliothekars an wissenschaftlichen Bibliotheken zu besetzen. Die Stelle ist unbefristet. Da ein späterer Einsatz bei einer anderen Dienststelle des DAI möglich ist, ist die uneingeschränkte Umsetzungsbereitschaft der Bewerberin/des Bewerbers an einen anderen Dienstort erforderlich.

Die Vergütung erfolgt nach Vergütungsgruppe Vb BAT. Eine spätere Verbeamtung ist nicht ausgeschlossen.

Die Bewerberinnen/Bewerber sollten alle Arbeitsabläufe in einer selbständigen Fachbibliothek einschließlich der Regelwerke RAK-WB und PI beherrschen. Die Bibliothek der RGK nutzt seit 1992 das Programm DYABOLA für die Katalogisierung und Erwerbung.

Da die anderen Bibliotheken des DAI mit dem Bibliotheksverwaltungsprogramm ALEPH arbeiten, wären Erfahrungen im Umgang hiermit wünschenswert. Von Vorteil wären auch Kenntnisse der AACR2.

Voraussetzungen sind neben der erfolgreich abgelegten Diplomprüfung für den gehobenen Dienst an wissenschaftlichen Bibliotheken praktische Kenntnisse und Erfahrungen in EDV-gestützter Bibliotheksarbeit. Erwünscht ist die Fähigkeit zu selbständiger Arbeit und Aufgeschlossenheit gegenüber Benutzern und Institutsangehörigen.

Fremdsprachenkenntnisse, insbesondere Englisch und Französisch, werden erwartet.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen und Angaben über die bisherige Arbeit mit EDV-gestützten Bibliothekssystemen werden bis zum
 

13. Mai 2005
erbeten an:

Römisch-Germanische Kommission

- Kennwort Bibliothek -
Palmengartenstr. 10-12
60325 Frankfurt am Main.

 

Sabine Thänert M.A.
Deutsches Archäologisches Institut
- Zentrale, IT-Referat -
Podbielskiallee 69-71
D- 14195 Berlin


Tel.: +49 (0)1888 7711-174
Fax: +49 (0)1888 10 7711-174
e-mail: st-5pRbfLk0J6KzQB+pC5nmwQ@public.gmane.org
homepage: http://www.dainst.org
DAI-OPAC: http://opac.dainst.org




Petra Wimmer | 2 May 15:25 2005
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Programm, emails an InteressentInnen

Liebe Liste,

an der Donau-Universität wird ab Herbst erstmals der Lehrgang "Strategisches
Informationsmanagement" angeboten. Vermittelt werden Kenntnisse zur Steigerung des Erfolges des
Unternehmens bzw. der Organisation durch den strategischen Einsatz der Ressource Information. Dabei
werden sämtliche Phasen des  Informationslebenszyklus behandelt: Informationsbedarfsbestimmung,
Suche und Beschaffung von Informationen (intern und extern), Erschließung und Organisation der
Informationsressourcen, Produktion von Informationsgütern, Distribution, Nutzung und Verwertung
der zur Verfügung stehenden Informationen.

Zur gleichen Zeit startet zum 5. Mal der Lehrgang "Bibliotheks- und Informationsmanagement" an der
Donau-Universität. Die Lehrinhalte im Bereich des Bibliotheksmanagement umschließen folgende
Bereiche: Das Berufsbild *Bibliothekar/in" im Zeitalter der Digitalisierung, Management und
Marketing für Bibliotheken (Leitbildentwicklung, Qualitätsmanagement, Finanzierung und
Controlling, Sponsoring, Öffentlichkeitsarbeit etc.),  Bestandspolitik, Überblick über
elektronische Bibliotheksverwaltungssysteme, Rechtliche Grundlagen in der Bibliothekspraxis
(insbesondere Urheberrecht und Online-Recht)

Hiermit möchten wir nochmals auf unseren kostenlosen Informationsabend am 12. Mai 2005 hinweisen, zu
dem wir alle InteressentInnen der Lehrgänge "Strategisches Informationsmanagement" und
"Bibliotheks- und Informationsmanagement" herzlich einladen. Zusätzlich zu einer detaillierten
Vorstellung der Lehrinhalte sind zwei kurze Impulsreferate mit anschließender
Diskussionsmöglichkeit geplant. Herr Mag. Mark Buzinkay (Österreichische Nationalbibliothek)
spricht über das Berufsbild des Informationsmanagers unter besonderer Berücksichtigung der
Thematik Intranet. Als Absolvent des Lehrganges Bibliotheks- und Informationsmanagement wird er auch
über seine Erfahrungen im Lehrgang berichten. Herr Mag. Bereuter, Market Reseacher bei der
Pharmafirma Pfizer, widmet sich dem Bereich des Information Broking am Bespiel von Gesundheitsinformationen.

Veranstaltungsort  : Floridotower (Floridsdorfer Hauptstraße 1 in 1210 Wien) 
Termin : 12.05.2005 
Beginn  : 17:00 

Anmeldungen bei Frau Pichler unter: martina.pichler@...,
Tel.: 02732-893 DW 2334
Infos zu den Lehrgängen unter: http://www.donau-uni.ac.at/wim/sim bzw. http://www.donau-uni.ac.at/wim/bim

Auf Ihr Kommen freuz sich
Mag. Petra Wimmer, MAS (Lehrgangsleitung)

Rainer Kuhlen | 2 May 15:57 2005
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Widersprüche in der Informationspolitik

Bekannt ist ja wohl auch hier, dass das BMBF seit 8/04 mit einer 
Laufzeit von 5 Jahren und mit einem Projektvolumen von über 6 Mio Euro 
das Vorhaben eSciDOC als Open-Access-Publikationsplattform für die 
Forschung (in Zusammenarbeit MPI und FIZ Karlsruhe) fördert. Vergleicht 
man diese von der Bundesregierung über das BMBF vertretene offene 
Publikationspolitik mit den Zielsetzungen und Formulierungen des jetzt 
gültigen Urheberrechts und erst recht mit denjenigen aus dem Zweiten 
Korb (hier § 53a), so kann man eigentlich nur staunen über die 
Widersprüchlichkeit der deutschen, aber natürlich auch der europäischen 
und internationalen Informationspolitik.

Auf der einen Seite wird durch das BMBF ein öffentliches Gegengewicht zu 
der zunehmenden Kommerzialisierung von Publikations- und 
Dokumentlieferungssystemen (z.B. durch Dienste der großen Verlage wie 
Elsevier, aber auch Springer) gesetzt, zum andern dürfen diese neuen, 
mit öffentlichen Mitteln unterstützten Dienste dann nicht mehr, z.B. 
durch die Bibliotheken angeboten werden, wenn der Markt ein 
vergleichbares Angebot von sich aus bereitstellt.  Das ist ja letztlich 
die Konsequenz des Regelungsvorschlags von § 53a (Kopienversand auf 
Bestellung) (der Entwurf ist allerdings jetzt auf Grund der Intervention 
des Kanzlers auf Eis gelegt - u.a. hat Bitkom Protest eingelegt).

Noch mehr staunt man, wenn man in einer Meldung vom 29.4.2005  liest, 
dass die Regierungen von Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, 
Polen  und Ungarn sich gestern mit einem Vorschlag an die Kommission und 
den Präsidenten der Europäischen Union gewandt haben, bei dem es um die 
Schaffung einer gemeinsamen europäischen Computer-Bibliothek geht. Auch 
Schröder hat unterschrieben.
Frz. Meldung unter 
http://elysee.fr/elysee/francais/interventions/lettres_et_messages/2005/avril/message_a_propos_de_la_creation_d_une_bibliotheque_numerique_europeenne.29633.html

Diese "bibliothèque numérique européenne" soll das kulturelle und 
wissenschaftliche Erbe der Mitgliedsländer auf dem Computer zugänglich 
machen. Auf der großen Bühne sollen die Bibliotheken spektakulär das 
kulturelle Erbe sichern, in Deutschland selber sollen sie gegenüber dem 
Markt marginalisiert werden.

--

-- 
Prof. Dr. Rainer Kuhlen
Department of Computer and Information Science - University of Konstanz
Box D 87
email: rainer.kuhlen@... [also: rk_iw@...]
URL: http://www.kuhlen.name
Phone Univ.: ++49 (0)7531 - 882879; Fax: ++49 (0)7531 882048
M

Wiederhold, Frank | 2 May 16:20 2005
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AW: Widersprüche in der Informationspolitik

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

hier ein Link zu deutschsprachigen Artikeln in Sachen Europäische Digitale Bibliothek:
http://news.google.de/news?hl=de&ned=de&q=europ%C3%A4ische+bibliothek

Laut der Meldung z.B. im Heise-Newsticker (http://www.heise.de/newsticker/meldung/59118) kam die
Initiative als Reaktion zustande "um dem von Google begonnenen Programm zur Digitalisierung
angelsächsischer Bibliotheken etwas entgegenzusetzen." Und vielleicht auch, weil Digitales gerade
chic ist.

Da entsteht in der Tat eine paradoxe Situation: alte Werke, ganze Bücher wie einzelne
(Zeitschriften-)Aufsätze, die nicht mehr durch Urheberrechte beschränkt sind, werden digital
verfügbar sein, neue gibt es nur als Papierkopie. Es sei denn, die Inhaber der Urheberrechte vermarkten
sie selbst als elektronische Version - zu Preisen, die sie für angemessen halten.

Man kann sich schon die Frage stellen, wessen Interessen das Bundesjustizministerium bei der Änderung
des Urheberrechts vorrangig Rechnung trägt.
Haben Sie die Göttinger Erklärung zum Urheberrecht für Bildung und Wissenschaft schon
unterschrieben? http://www.urheberrechtsbuendnis.de/

Mit freundlichen Grüßen

Frank Wiederhold
Bezirksregierung Düsseldorf

Bernhard Tempel | 2 May 16:56 2005
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SZ-Polemik gegen "fragwuerdige" Anreicherung von Katalogen

Liebe INETIBLER,

in der heutigen Ausgabe der Suedeutschen Zeitung warnt Reinhart Markner 
polemisch vor der "fragwuerdig"en Anreicherung von Bibliotheks-, 
genauer: Verbundkatalogen mit Links zu Rezensionen (Verlinkung der 
Rezensionen aus H-Soz-u-Kult im Gemeinsamen Verbundkatalog des GBV) und 
der Verlinkung zu Bestellmöglichkeiten parallel zu Fernleihe und 
BEstandsnachweis ("Buch bestellen über BookFinder.com" - dahinter 
verbirgt sich Amazon - im Bayerischen Verbund):

Reinhard Markner: Kampfplatz Katalog. Die Verzeichnisse der Bibliotheken 
werden fragwürdig "angereicht", in: Süddeutsche Zeitung Nr. 100, 
2.5.2005, S. 16

Das Thema der Anreicherung mit Rezensionen wurde in INETBIB vor geraumer 
Zeit schon diskutiert. Die jetzt erneut von Nutzerseite vorgebrachten 
Argumente überzeugen nicht. Markner bringt das Beispiel einer Rezension, 
die aufgrund von persönlichen Verflechtungen negativ ausfiel:

<Zitat>
"Wer nun beispielsweise die Familienchronik "Die
Krupps" von Thomas Rother (Campus-Verlag, Frankfurt am
Main 2001) in einer niedersaechsischen Bibliothek
sucht, wird vor der Lektuere dringend gewarnt: Das Buch
sei "ein Aergernis ... schlampig recherchiert,
schlecht strukturiert und miserabel geschrieben". Das
mag zutreffen. Aber die Rezensentin war als
Mitarbeiterin von Lothar Gall, des von der
Krupp-Stiftung offiziell beauftragten Historikers, in
ihrem Urteil vielleicht nicht ganz unbefangen. Das
"Handelsblatt" meinte jedenfalls, der Journalist
Rother habe ein "lesenswertes Buch über Grösse und
Tragik der Krupps" vorgelegt. Davon aber erfaehrt der
Bibliotheksbenutzer nichts.
Ist Literatursuchenden das Studium solcher
Beipackzettel zu empfehlen? Kataloge sind keine
Kampfplaetze, sie dienen einzig dem Nachweis von
Büchern und anderen Medien. Die zugehörigen
Verdammungsurteile oder Lobpreisungen gehören nicht in
sie hinein. Diese sind Teil einer öffentlichen
Debatte, die nur an anderen Orten geführt und
protokolliert werden kann."
</Zitat>

Die scharfe Entgegensetzung von "Wertung statt Recherche" ist 
unpraezise: SChliesslich wird kein Nutzer des Katalogs sich zwingen 
lassen, dem Link auf die Rezension zu folgen. Vielleicht jedoch dankbar 
sein, dass wenigstens diese eine leicht zugaenglich gemacht wird.
Bei gedruckten Rezensionen kann einem dasselbe passieren - auch hier 
wird man in der Zeitschrift, in der man sie findet, nicht auf andere - 
vielleicht gerechtere, weniger befangene - Besprechungen aufmerksam 
gemacht. Aber man hatte etwas mehr Mühe, die Rezension zu ermitteln und 
einen gedruckten Zeitschriftenband zu erhalten, womöglich aus einem 
Aussenmagazin mit mehreren Tagen Lieferfrist. Und wer wird auf die Idee 
kommen, einer Bibliothek vorzuwerfen, diese Zeitschrift mit dieser 
Rezension abonniert zu haben, jene mit einer anderen jedoch nicht?
Angesichts der Fragwürdigkeit der von Markner vorgebrachten Argumente 
wird die erneute Polemik gegen eine hilfreiche Dienstleistung 
hoffentlich keine Konsequenzen haben. Wünschenswert waere allenfalls der 
- nach meinem laienhaften Verstaendnis kaum erfolgversprechende - 
Musterprozess eines Autors/einer Autorin, der/die sich benachteiligt 
fühlt. Kann der Nachweis einer online vorhandenenden und damit 
veroeffentlichten Rezension im Verbundkatalog ueberhaupt bestritten 
werden? Muesste nicht vielmehr H-Soz-u-Kult als 'Verleger' wegen ggf. 
uebler Nachrede verklagt werden? Eine bei wissenschaftlichen Rezensionen 
absurde Vorstellung.

Mit freundlichen Gruessen (und einigermassen in Rage),
Bernhard Tempel

Edlef Stabenau | 2 May 18:17 2005
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mal wieder Search Plugins

Liebe KollegInnen,

ich habe die Seite mit den Firefox/Mozilla Search Plugins mal ein
bischen aufgeraeumt und die Plugins aktualisiert (Danke an Herrn Krempe
fuer das FU Berlin Plugin) und neue hinzugefuegt, u.a. das Plugin fuer
den EasyKVK (Danke an Lambert Heller) und ein Plugin fuer den WorldCat.
http://buecherei.netbib.de/coma/MozillaFirefoxSearchPlugins

Die Seite war ja vorher fuer nicht so wiki-Erfahrene etwas
"unuebersichtlich" 8-)

Die Plugins sind jetzt einzeln als zip-Datei (src, Bildchen und
ReadMe.txt gepackt) sehr einfach herunterzuladen, ausserdem habe ich
die dazugehoerigen Kataloge verlinkt.

Das EasyKVK Plugin funktioniert wunderbar und arbeitet genauso wie die
anderen Plugins, allerdings muss man bei der ersten Benutzung im KVK
die gewuenschten Kataloge ankreuzen und dann die Suche durchfuehren.
Die eingestellten Kataloge werden dann in einem Cookie auf dem eigenen
Rechner gespeichert und bei den naechsten Besuchen automatisch
abgefragt. Naeheres dazu auf der Wiki-Seite:
http://wiki.netbib.de/coma/EasyKVK von Lambert Heller.

Da einige KollegInnen sich immer noch nicht vorstellen koennen, was das
Pfiffige an diesen Plugins ist, habe ich mal einen sogenannten
ScreenCast erstellt. Das ist eine Demonstration, bei der in Bild und
Ton erklaert wird, wie so ein Plugin arbeitet (Flash).
Das ist mein erster Versuch in dieser Richtung, also bitte Nachsicht
8-)

Mich wuerde interessieren, wie die hier versammelten KollegInnen so
einen ScreenCast einschaetzen:
Nuetzlich, ueberfluessig, Spielerei, zu aufwendig, der soll mal lieber
arbeiten gehen ;-)...
http://doku.b.tu-harburg.de/volltexte/2005/83/html/bookmarklet.htm

An der Sprachqualitaet kann man natuerlich noch arbeiten, ich habe ein
7,99 Euro-Mikro benutzt...

--

-- 
schoenen Gruss
Edlef Stabenau
http://log.netbib.de

Klaus Graf | 2 May 23:04 2005
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Re: SZ-Polemik gegen "fragwuerdige" Anreicherung von Katalogen

Es wird nicht zuviel, sondern noch viel zu wenig
angereichert!

Zum Thema vgl. umfassend hinsichtlich der Online-Quellen:
http://wiki.netbib.de/coma/EnrichedContent

Gleichwohl wird man sich natuerlich von
bibliotheksjuristischer Seite unabhaengig von dem
weitgehend albernen Artikel die Frage stellen muessen,
welchen rechtlichen Bindungen die Katalogisierung und die
bibliographischen Initiativen der oeffentlichrechtlich
verfassten Bibliotheken unterliegen.

Wenn die "Flucht ins Privatrecht" nicht alles absegnet, was
gemacht wird, wird man nicht umhin kommen, an den
grundrechtlichen Gleichheitssatz und die Prinzipien der
Neutralitaet und der Chancengleichheit zu erinnern. Die
benannten Taetigkeiten spielen sich also meines Erachtens
nicht in einem von den Grundsaetzen des oeffentlichen
Rechts voellig befreiten Raum ab.

Dies koennte dazu fuehren, dass folgende geschuetzte
Rechtspositionen zu beachten sind:
* des Anbieters von Rezensionen, der ebenfalls Inhalte in
die Kataloge einbringen will
* des Autors/Verlags, der sich im Nachteil sieht, weil zu
seinem Buch keine angereicherten Inhalte vorhanden sind
* des Anbieters eines Online-Angebots, der von
landesbibliographischen
Unternehmungen/Archivierungsinitiativen ignoriert wird
usw.

Klare und nachvollziehbare faire Regeln duerften auch vor
Gericht Bestand haben.

Die Verlinkung von Bibliothekskatalogen zu Rezensionen ist
wahrscheinlich kein Tatbestand, der von der
Gegendarstellungs-Regelung des Mediendienste-Staatsvertrags
erfasst wird. Wuerde aber gegenueber dem
Online-Rezensionsjournal eine Gegendarstellung
durchgesetzt, so sollte diese fairerweise auch im Katalog
verlinkt werden.

Klaus Graf

Klaus Graf | 2 May 23:43 2005
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Re: AW: Widersprüche in der Informationspolitik

Ich vermute mal, dieses Projekt wird den europaeischen
Steuerzahler nicht wenig kosten und vergleichsweise wenig
erbringen, da erfahrungsgemaess digitale Kooperationen der
europaeischen Nationalbibliotheken voellig ineffizient sind
und vermutlich ein Fall fuer die Korruptionsbekaempfung.

Der Beweis:
http://log.netbib.de/archives/2005/03/19/european-library/

Das lang angekuendigte Portal kann z.B. mit Netscape nicht
benutzt werden. Ist eigentlich eine groessere
Unprofessionalitaet denkbar?

Wenn 40.000 EURO fuer die Digitalisierung von 580 Seiten
ausgegeben wurden, so duerfte dies kein Einzelfall sein:
http://www.dfg.de/forschungsfoerderung/wissenschaftliche_infrastruktur/lis/download/retro_digitalisierung_eval_050406.pdf

Digitalisierungsprojekte in Bibliotheken waren demnach oft
genug reine Steuergeldverschwendung, da viel zu teuer und
zu ineffizient.

Im zitierten Thaller-PDF wird auch die mangelnde
"Sichtbarkeit" der Resultate der Digi-Projekte in der
Wissenschaft wortreich beklagt.

Und wie sieht es mit der Speerspitze des Google-Widerstands
aus, der BNF? Das viel geruehmte Projekt Gallica spottet
nach wie vor jeder Beschreibung:

* erdenschlechte, kaum lesbare Scans
* wertvolle deutschsprachige Literatur wurde aus dem
Angebot genommen
http://log.netbib.de/archives/2005/03/04/gallica-hat-ausgesondert/
* nahezu willkuerliche Auswahlkriterien: seit langem liegt
Hains Repertorium bibliographicum ohne den Band C-G vor
usw.

Die europaeischen Bibliotheken sollten lieber mit dem
Internet Archive kooperieren:
http://www4.archive.org/details/texts
http://log.netbib.de/archives/2005/02/04/analecta-hymnica/

Und wenns um internationale Zusammenarbeit geht, so sollte
man DAS deutschsprachige Qualitaets-Digitalisierungsprojekt
(das natuerlich auch nicht maengelfrei ist) uebersehen, das
aus Oesterreich kommt und bereits weit ueber 5000 Dokumente
aus allen Fachgebieten verfuegbar gemacht hat:
http://www.literature.at

Klaus Graf


Gmane