jens.renner | 1 Feb 07:08 2005
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Danke: Urheberrecht und Web-Zurverfügungstellen von Buchinhaltsverzeichnissen


Liebe Kolleginnen und Kollegen,

vielen Dank für alle über die Liste und mir privat zugegangenen Antworten.
Insgesamt sehe ich meine eingangs formulierte Ansicht der prinzipiellen Möglichkeit, die aber durch die Gewinnerzielungsabsicht zumindest gefährdet ist, bestätigt. Unser "Center of Excellence" wird zunächst von dieser Idee Abstand nehmen.
Danke auch für die Weiterleitung von Kommentaren, die mich nicht erreicht haben. Um es "praegnant zu formulieren" halte ich unsere hochgeschätzte Liste ohne zumindest einen Mail-Eingangsfilter für nicht gewinnbringend lesbar. Aber über Geschmack - so denn vorhanden - lässt sich bekanntlich trefflich streiten.

Mit freundlichen Grüssen

Jens Renner
Michael Heinz | 1 Feb 08:38 2005
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Ankuendigung von Weiterbildungsveranstaltungen

Humboldt-Universitaet zu Berlin Institut fuer Bibliothekswissenschaft Liebe Kolleginnen und Kollegen, in den kommenden Semesterferien fuehren wir wieder Weiterbildungslehrgaenge durch. Ueber Themen und Termine moechte ich Sie hiermit informieren: B01A Effektive Informationssuche im Internet Freitag, 18. Maerz 2005, 8.30-16.00 Uhr http://www.hu-berlin.de/studium/berweit/b01.htm B02A XML fuer Bibliothekare Montag/Dienstag, 21./22. Februar 2005, jeweils 8.30-16.00 Uhr http://www.hu-berlin.de/studium/berweit/b02.htm B04A Einfuehrung in MySQL und Perl und Anwendungsmoeglichkeiten in Bibliotheken Montag/Dienstag, 28. Februar/1. Maerz 2005, jeweils 8.30-16.00 Uhr http://www.hu-berlin.de/studium/berweit/b04.htm Die HTML-Seiten der angegebenen URLs enthalten inhaltliche und formale Informationen zu den jeweiligen Lehrgaengen. Zur Zeit sind bei allen Lehrgaengen noch Plaetze frei. Fuer Nachfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfuegung. Mit freundlichen Gruessen Michael Heinz Email: michael.heinz-4vIW+BLTLHcUNGrzBIF7/Q@public.gmane.org Telefon: 030 2093 4251 / -4294
Wolfgang Sander-Beuermann | 1 Feb 08:58 2005
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Hochschulschriftenserver, Google, und wie es wohl weitergeht

Liebe Liste,

der "Google-Scholar" (http://scholar.google.com/) ist durchaus eine
bemerkenswerte Entwicklung von Google, welche die Internet-Suchtechnik
voranbringt - zumindest vordergruendig. Der Satz auf der Scholar
Startseite "Stand on the shoulders of giants" drueckt es treffend aus:
derart gigantische Ressourcen hat eben im Suchmaschinenbereich sonst
niemand. Und genau DAS ist der Punkt: das Quasi-Monopol von Google 
(spaeter u.U. Microsoft) wird dadurch NOCH staerker werden.

Ich halte diese Entwicklung fuer bedrohlich. An dieser Stelle ist kein
Vorwurf an Google zu richten: dort verhaelt man sich nur so, wie es der
Markt verlangt. Der Vorwurf ist dorthin zu richten, wo diese Entwicklung
gesehen und ignoriert wird. Ich erlebe es immer wieder, auch in
"hochrangigen" Gespraechen, dass als "Argument" gegen alternative
Enticklungen vorgebracht wird "was wollt ihr da eigentlich - es gibt
doch Google und die sind doch gut". Solche Kurzsichtigkeit ist kaum
uebertreffbar.

Von der Zeitschrift "Technology Review" des Heise-Verlages (das deutsche
Pendant zum MIT-Review) wurde ich gebeten, hierzu einen Artikel zu
schreiben. Sie finden diesen Artikel bei Interesse im WWW unter
http://suma-ev.de/tech-rev1.html

Daraus hat sich eine Diskussion ueber unabhaengige Suchmaschinen
ergeben, die ich hier kurz skizzieren moechte:

-----------------------------------------------------------------------

Unabhaengige Suchmaschinen sind in einem weiten Spektrum von
Moeglichkeiten denkbar:

1. von voellig freien, nicht strukturierten, losen
   Zusammenschluessen, z.B. auf Peer-to-Peer Basis (a la YACY:
   http://suma-lab.de/)

2. bis hin zu staatlich gewollter Unabhaengigkeit durch gesetzliche
   Regelungen (aehnlich der Intention beim oeffentlich-rechtlichen 
   Rundfunk und Fernsehen); Stichwort: oeffentlich-rechtliche 
   Suchmaschine

3. Dazwischen sind Optionen denkbar, die beides kombinieren: eine
   Vielzahl von Betreibern kleinerer Suchmaschinen (Mini-Sucher), die 
   sich zu Verbuenden organisieren, in denen Organisationen des
   oeffentlich-rechtlichen Raumes, wie z.B. Bibliotheken und 
   Universitaeten als klassische Wissensvermittler, eine tragende 
   Rolle spielen.

4. Und moeglicherweise sehen SIE noch ganz andere Moeglichkeiten ...?

-----------------------------------------------------------------------

Ich lade Sie herzlich ein, an der Diskussion teilzunehmen!:
http://suma-ev.de/diskussion.html

Mit den besten Gruessen,
Wolfgang Sander-Beuermann
--
Dr. Wolfgang Sander-Beuermann        http://metager.de/      wsb@...
Projektleiter Suchmaschinenlabor     http://forschungsportal.net
Geschaeftsfuehrer SuMa-eV            01520-2883048           www.suma-ev.de

philipp.mayr | 1 Feb 09:47 2005
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AW: Hochschulschriftenserver, Google, und wie es wohl weitergeht

Sehr geehrter Herr Sander-Beuermann,

Vielen Dank für den Hinweis zu Ihrem Artikel im MIT-Review und der Initiative. Ihre Idee einer freien
Suchkultur finde ich sehr weiterführend und überlegenswert. Die meisten Aussagen teile ich.

Folgende Passage in Ihrem Artikel sehe ich allerdings nicht so.

"Die Wissensextraktion wird im digitalen Zeitalter zunehmend von Internet-Suchmaschinen
übernommen. Sie verarbeiten den Rohstoff Information zu Wissen, kontrollieren und verteilen ihn."

Internet-Suchmaschinen sind meiner Meinung weit entfernt davon Wissen zu extrahieren und finden heute
höchstens relevante Information. Auch die Verarbeitung des Rohstoffs Information zu Wissen sehe ich
nicht. 
Die Kontrolle der SE über Information (Informationsquellen) ist aber wirklich ein zunehmendes
Problem. Vielleicht können Sie die obige Aussage erklären.

Schöne Grüße,
Philipp Mayr

> Liebe Liste,
> 
> der "Google-Scholar" (http://scholar.google.com/) ist 
> durchaus eine bemerkenswerte Entwicklung von Google, welche 
> die Internet-Suchtechnik voranbringt - zumindest 
> vordergruendig. Der Satz auf der Scholar Startseite "Stand on 
> the shoulders of giants" drueckt es treffend aus: derart 
> gigantische Ressourcen hat eben im Suchmaschinenbereich sonst 
> niemand. Und genau DAS ist der Punkt: das Quasi-Monopol von Google 
> (spaeter u.U. Microsoft) wird dadurch NOCH staerker werden.
> 
> Ich halte diese Entwicklung fuer bedrohlich. An dieser Stelle 
> ist kein Vorwurf an Google zu richten: dort verhaelt man sich 
> nur so, wie es der Markt verlangt. Der Vorwurf ist dorthin zu 
> richten, wo diese Entwicklung gesehen und ignoriert wird. Ich 
> erlebe es immer wieder, auch in "hochrangigen" Gespraechen, 
> dass als "Argument" gegen alternative Enticklungen 
> vorgebracht wird "was wollt ihr da eigentlich - es gibt doch 
> Google und die sind doch gut". Solche Kurzsichtigkeit ist 
> kaum uebertreffbar.
> 
> Von der Zeitschrift "Technology Review" des Heise-Verlages 
> (das deutsche Pendant zum MIT-Review) wurde ich gebeten, 
> hierzu einen Artikel zu schreiben. Sie finden diesen Artikel 
> bei Interesse im WWW unter http://suma-ev.de/tech-rev1.html
> 
> Daraus hat sich eine Diskussion ueber unabhaengige 
> Suchmaschinen ergeben, die ich hier kurz skizzieren moechte:
> 
> --------------------------------------------------------------
> ---------
> 
> Unabhaengige Suchmaschinen sind in einem weiten Spektrum von 
> Moeglichkeiten denkbar:
> 
> 1. von voellig freien, nicht strukturierten, losen
>    Zusammenschluessen, z.B. auf Peer-to-Peer Basis (a la YACY:
>    http://suma-lab.de/)
>    
> 2. bis hin zu staatlich gewollter Unabhaengigkeit durch gesetzliche
>    Regelungen (aehnlich der Intention beim oeffentlich-rechtlichen 
>    Rundfunk und Fernsehen); Stichwort: oeffentlich-rechtliche 
>    Suchmaschine
> 
> 3. Dazwischen sind Optionen denkbar, die beides kombinieren: eine
>    Vielzahl von Betreibern kleinerer Suchmaschinen (Mini-Sucher), die 
>    sich zu Verbuenden organisieren, in denen Organisationen des
>    oeffentlich-rechtlichen Raumes, wie z.B. Bibliotheken und 
>    Universitaeten als klassische Wissensvermittler, eine tragende 
>    Rolle spielen.
> 
> 4. Und moeglicherweise sehen SIE noch ganz andere Moeglichkeiten ...?
> 
> --------------------------------------------------------------
> ---------
> 
> Ich lade Sie herzlich ein, an der Diskussion teilzunehmen!: 
http://suma-ev.de/diskussion.html

Mit den besten Gruessen,
Wolfgang Sander-Beuermann
--
Dr. Wolfgang Sander-Beuermann        http://metager.de/      wsb@...
Projektleiter Suchmaschinenlabor     http://forschungsportal.net
Geschaeftsfuehrer SuMa-eV            01520-2883048           www.suma-ev.de

Ute Engelkenmeier | 1 Feb 09:55 2005
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OT: Anfrage Reorganisation

Liebe InetBib-Liste,

Frau Christel Störlein bat mich, diese Anfrage über die Liste zu 
versenden. Antworten bitte direkt an Frau Störlein 
<c.stoerlein@...>, weder an die Liste noch an 
mich ;-)

Schöne Grüße
Ute Engelkenmeier

*****

Sehr geehrte Damen und Herren,

für eine Bezirkseinrichtung in Werneck benötigen wir Ihr Angebot 
für:

Reorganisation der wissenschaftlichen Bibliothek der 
Orthopädischen Klinik Schloss Werneck mit einem Bestand von ca. 
1450 Bänden an Fachbüchern und ca. 100 Fachzeitschriftenbände 
bzw. -jahrgänge.

Gewünscht wird:
- Erfassung des Bibliothekbestandes in einer Datenbank
- inhaltliche Erschließung und Präsentation des 
Bibliotheksbestandes nach den speziellen Arbeitsgebieten der 
orthopädischen Klinik
- übersichtliche Organisation des Bibliotheksraumes mit 
teilweiser Neumöblierung

Ihr Angebot soll sämtliche Projektleistungen und -kosten 
(Aushilfslöhne, Etiketten, Materialien für die Buchpflege, 
Transporte und Reisespesen enthalten. Ein Mehr- oder 
Minderaufwand soll zum Einzelpreis
pro Band verrechnet werden. Für den Betrieb der 
Bibliotheksdatenbank mit
Ausleihmodul im Kliniknetzwerk oder Intranet mit der neuesten
Software-Version soll ein Angebot unterbreitet werden. 
Vorhandene Installation (V.22.2) hier kann Rücksprache mit 
unserer EDV-Abteilung genommen werden.

Wahrscheinlich wird ein Upgrade auf die aktuelle Version 24.4 
mit den erforderlichen  Lizenzen (je Station) für einen 
erweiterten Nutzerkreis erforderlich.
Bitte als Eventuell-Position anbieten.

Anlage
- Erfassung des Bestandes nach den Katalogisierungsregeln für
 wissenschaftliche Bibliotheken mit Bestandrevision
- Aufbereitung der Daten für unsere Bibliotheksdatenbank
- Erstellung einer Systematik für die Buchaufstellung nach 
Sachgruppen 
- Klassifizierung und Umsignierung des Bestandes 
- Organisation der laufenden Bibliotheksverwaltung mit 
Bucherwerbung, Benutzung und Ausleihkontrolle 
- Vorschläge für eine zweckmäßige Nutzung des
Bibliotheksraumes und ansprechende Bestandspräsentation 
- benutzungsfertige Installation der Bibliotheksdatenbank und 
Einweisung
- Buchpflege
-während der Projektdauer werden bestellte neue Fachbücher zum 
Preis von …… € pro Band voll-ständig eingearbeitet.
-Erfassung der Verlags-URL für den direkten Online-Zugriff auf 
die von uns abonnierten Fachzeitschriften.

Phase 1: Erfassung der Buchdaten anhand einer Kopie der 
vorhandenen Kartei. Während dieser Tätigkeit arbeiten Sie sich 
in die von uns bisher benutzte Systematik ein und gestalten 
diese im Dialog mit uns nach medizinischen und 
bibliothekarischen Standards neu. Alle erfassten Daten
werden uns sofort als Interims-Datenbank zur Verfügung gestellt.

Phase 2: Detaillierte Erfassung bzw. Kontrolle aller Daten 
anhand des Buch- und Zeitschriftenbestandes, Freigabe der neuen 
Systematik für die Buchaufstellung.

Phase 3: Klassifizierung, Umsignierung, Organisation und 
Übergabe (auf Wunsch mit einem Tag der Offenen Tür für unsere 
Mitarbeiter.

Christel Störlein
Bezirk Unterfranken
Zentraleinkauf
Tel. 0931/7959-1804
FAX 0931/7959-2804 
Christel Störlein <c.stoerlein@...>

Walburgis Otte | 1 Feb 11:39 2005
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Stellenausschreibung BAT Vb

An der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven ist 
in der Hochschulbibliothek am Standort Wilhelmshaven zum 
nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stelle - halbtags - befristet zu 
besetzen:

Dipl.-Bibliothekarin / Dipl.-Bibliothekar
(bis BAT Vb)

Es handelt sich um eine befristete Vertretung für die Zeit der 
Mutterschutzfrist sowie für die sich voraussichtlich anschließende 
Elternzeit von 2 Jahren.

Die Aufgaben der Stelleninhaberin/des Stelleninhabers umfassen 
die selbständige Systematisierung und Katalogisierung des 
gesamten Neuzugangs aller konventionellen und elektronischen 
Buch- und Medienbestände der Bibliothek am Standort 
Wilhelmshaven. Hinzu kommen bei Bedarf Vertretungsaufgaben im 
Bereich der Informations- und Benutzungsdienste sowie 
insbesondere die Koordinierung der Mahnangelegenheiten und der 
anwendungsbezogenen Anpassungen des Lokalen 
Bibliothekssystems PICA-LBS im Team.

Die Bewerberin/der Bewerber sollte neben der Ausbildung zur 
Diplom-Bibliothekarin/zum Diplom-Bibliothekar über gute EDV- und 
Internetkenntnisse, sowie vertiefte Kenntnisse der Katalogisierung 
mit PICA-CBS und dem Lokalen Bibliothekssystem PICA-LBS und 
seinen Modulen OUS, ACQ usw. verfügen.

Selbständiges Arbeiten, Verantwortungsbewusstsein und 
Eigeninitiative sind ebenso gefordert wie Flexibilität, Teamgeist und 
Sozialkompetenz. Ein ausgeprägtes Servicebewusstsein im 
Umgang mit den Bibliotheksbenutzerinnen/Bibliotheksbenutzern 
wird vorausgesetzt.

Die Bibliothek am Standort Wilhelmshaven ist eine 
wissenschaftliche Bibliothek, die mit einem Bestand von mehr als 
70.000 Medieneinheiten aus den Bereichen Technik und Wirtschaft 
neben den zur Zeit mehr als 4.000 Studierenden und Bediensteten 
des Standortes auch den Benutzern der Region offen steht.

Die Hochschule strebt eine Erhöhung ihres Frauenanteils an und 
fordert deshalb Frauen auf, sich zu bewerben. Frauen sollen bei 
gleichwertiger Qualifikation bevorzugt berückichtigt werden.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung und Qualifikation 
bevorzugt eingestellt.

Richten Sie Ihre Bewerbung mit den üblichen Unterlagen bitte 
innerhalb von zwei Wochen an:

Fachhochschule
Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven
Personalabteilung
Constantiaplatz 4
26723 Emden

Inhaltliche Nachfragen zur Stellenausschreibung bitte an:

Walburgis Otte
Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven
Hochschulbibliothek
Friedrich-Paffrath-Str. 101
26389 Wilhelmshaven
Tel. (0 44 21) 9 85-24 30
Fax (0 44 21) 9 85-22 36
e-mail: otte@...

Klaus Graf | 1 Feb 12:48 2005
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Re: Hochschulschriftenserver, Google, und wie es wohl weitergeht

On Tue, 1 Feb 2005 08:58:05 +0100 (MET)
 wsb@... (Wolfgang Sander-Beuermann)
wrote:
> Liebe Liste,
> 
> der "Google-Scholar" (http://scholar.google.com/) ist
> durchaus eine
> bemerkenswerte Entwicklung von Google, welche die
> Internet-Suchtechnik
> voranbringt - zumindest vordergruendig. 

Mich wuerde interessieren wie Google Scholar
Literaturangaben in Texten identifiziert und ob fuer die
Hochschulschriftenserversuche dergleichen ebenfalls
moeglich ist.

Wuenschenswert waere auch, dass bei jedem
wissenschaftlichen Dokument die Metadaten nach OAI-Standard
suchbar sind und umgekehrt bei Erfassung des Dokuments
durch eine oeffentlichrechtliche Suchmaschine mehr oder
minder automatisch Metadaten erstellt werden, die nach dem
OAI-Standard allgemein nutzbar sind.

Wir haben ja sehr grob gesprochen 2 Welten:

Auf der einen Seite die Welt der Volltext-Suchmaschinen
fuer wiss. Inhalte wie Google Scholar, Metager-HSS oder
BASE (UB Bielefeld)

Auf der andern Seite die Welt der Metadaten, die diese
Dokumente ueber ihre Metadaten zugaenglich macht, wobei
sich als Standard in den letzten Jahren OAI zu etablieren
beginnt. Zu dieser Welt gehoeren auch die
Bibliothekskataloge. Metadaten erlauben differenziertere
Abfragen.

Wie sollen an wissenschaftlichen Dokumenten interessierte
Nutzer diese auffinden? Mit den Werkzeugen von Welt 1 oder
den Suchinstrumenten von Welt 2, wobei hier etwa der
OAIster genannt sei. Oder mit beiden?

Klaus Graf

philipp.mayr | 1 Feb 13:17 2005
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AW: Hochschulschriftenserver, Google, und wie es wohl weitergeht

> > Liebe Liste,
> > 
> > der "Google-Scholar" (http://scholar.google.com/) ist durchaus eine
> > bemerkenswerte Entwicklung von Google, welche die
> > Internet-Suchtechnik
> > voranbringt - zumindest vordergruendig. 
> 
> Mich wuerde interessieren wie Google Scholar
> Literaturangaben in Texten identifiziert und ob fuer die 
> Hochschulschriftenserversuche dergleichen ebenfalls moeglich ist.

Da Steve Lawrence zu Google gegangen ist, gehe ich davon aus, dass er die Citeseer-Technologie (ACI =
Autonomous Citation Indexing) gleich mitgenommen hat. siehe http://www.neci.nj.nec.com/homepages/lawrence/citeseer.html
Das Verfahren funktioniert auf praktisch allen Dokumenten in PDF und PS und ist dokumentiert.

> Wuenschenswert waere auch, dass bei jedem
> wissenschaftlichen Dokument die Metadaten nach OAI-Standard 
> suchbar sind und umgekehrt bei Erfassung des Dokuments durch 
> eine oeffentlichrechtliche Suchmaschine mehr oder minder 
> automatisch Metadaten erstellt werden, die nach dem 
> OAI-Standard allgemein nutzbar sind.

Das Problem ist, dass die Computer Science Papers in Citeseer aber auch Google Scholar kaum Metadaten
haben, siehe http://citeseer.ist.psu.edu/page98pagerank.html und eigentlich nur über den
Volltext bzw. ihre Zitationen gefunden werden. 

> Wir haben ja sehr grob gesprochen 2 Welten:
> 
> Auf der einen Seite die Welt der Volltext-Suchmaschinen
> fuer wiss. Inhalte wie Google Scholar, Metager-HSS oder
> BASE (UB Bielefeld)
> 
> Auf der andern Seite die Welt der Metadaten, die diese 
> Dokumente ueber ihre Metadaten zugaenglich macht, wobei sich 
> als Standard in den letzten Jahren OAI zu etablieren beginnt. 
> Zu dieser Welt gehoeren auch die Bibliothekskataloge. 
> Metadaten erlauben differenziertere Abfragen.
> 
> Wie sollen an wissenschaftlichen Dokumenten interessierte 
> Nutzer diese auffinden? Mit den Werkzeugen von Welt 1 oder 
> den Suchinstrumenten von Welt 2, wobei hier etwa der OAIster 
> genannt sei. Oder mit beiden?

Ja, wenn die Nutzer informiert sind, sollten sie heute mit beiden Welten recherchieren. Die Informatiker
finden aber das meiste in Citeseer oder arxiv.org. 
Vielleicht reicht bald nur noch eine Google Welt! Sie arbeiten zumindest schwer daran.

Grüße,
Philipp Mayr

Petra Austen | 1 Feb 14:03 2005
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Off-Topic: ZDB-Katalogisierung

Liebe Liste,

meine Frage betrifft die technische Praxis der ZDB-Katalogisierung: geht das
auch von Heimarbeitsplätzen aus? Gibt es Bibliotheken, die die
Zeitschriftenkatalogisierung an Dritte abgegeben haben? Für Retroerfassung
von Monographien gibt es Firmen, aber für Zeitschriften?
Wie reagiert die ZDB auf solche Anfragen?

Für Hinweise etc wäre ich dankbar!

Gruß,
P.Austen, Heidelberg

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Wolfgang Sander-Beuermann | 1 Feb 15:09 2005
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Re: AW: Hochschulschriftenserver, Google, und wie es wohl weitergeht

Hallo Herr Mayr, hallo Liste!

> Folgende Passage in Ihrem Artikel sehe ich allerdings nicht so.
>
> "Die Wissensextraktion wird im digitalen Zeitalter zunehmend
> von Internet-Suchmaschinen übernommen. Sie verarbeiten den Rohstoff
> Information zu Wissen, kontrollieren und verteilen ihn."
>
> Internet-Suchmaschinen sind meiner Meinung weit entfernt davon
> Wissen zu extrahieren und finden heute höchstens relevante Information.
> Auch die Verarbeitung des Rohstoffs Information zu Wissen sehe ich
> nicht.  Die Kontrolle der SE über Information (Informationsquellen) ist
> aber wirklich ein zunehmendes Problem. Vielleicht können Sie die obige
> Aussage erklären.

Ich bin mit Ihnen einer Meinung: wirkliches WISSEN extrahieren die
Suchmaschinen noch lange nicht! Ich habe den Begriff "Wissen" in
dem Artikel auch nicht in dieser Bedeutung gemeint, sondern im Satz
davor folgendermaszen (fuer diesen Aufsatz) "definiert":

> Die grosse Herausforderung ist, aus solch gigantischen
> Informationsmengen das subjektiv Wesentliche - also das Wissen -
> herauszusuchen.

Also "Wissen" = "das subjektiv Wesentliche".

Dass diese Definition nicht wissen;-)schaftlich ist, ist klar; aber
um hier exakt zu definieren waere ein extra Artikel notwendig
gewesen, der unterscheidet zwischen Daten, Nachrichten, Informationen
und Wissen, bzw. auch deren Bezuege diskutiert. Der auch kontraere
Standpunkt beschreiben muesste. Z.B. auch Fragen wie diese: "Kann
WISSEN ueberhaupt ausserhalb des Bewusstseins eines Lebewesens
existieren?" Das sind alles spannende Sachen, aber der Artikel
sollte eher "was Handgreifliches" beschreiben.

Mit den besten Gruessen,
Wolfgang Sander-Beuermann
--
Dr. Wolfgang Sander-Beuermann        http://metager.de/      wsb@...
Projektleiter Suchmaschinenlabor     http://forschungsportal.net
Geschaeftsfuehrer SuMa-eV            01520-2883048           www.suma-ev.de


Gmane